1.Mai Wanderung Main-Kinzig-Kreis 2012

 

Bei noch recht trüben Wetter, aber angenehmen Temperaturen trafen sich auf dem Obermarkt in Gelnhausen rund 35 Guttempler aus den Gemeinschaften des Main-Kinzig-Kreises zu einer Führung durch die Vergangenheit.

Durch 2 Könige der Nacht liessen sich die Guttempler in das Jahr 1260 zurückführen. Im Jahre 1260, wenn sich nachts kein ehrenhafter Bürger mehr auf die Gassen Gelnhausen wagt, dann ist es die Zeit von Luckard und Bechtold Goltgreber. Die beiden verdienen ihr Geld mit dem Leeren von Abortgruben und dem Weitererzählen von dabei erfahrenen Heimlichkeiten! Da sie zu den Häusern der Gelnhäuser Oberschicht Zugang zu nächtlicher Zeit haben, wissen sie mehr, als manchen lieb ist. Nur allzu gerne erzählen sie diese Geschichten weiter. Dies ist nicht die einzige unehrenhafte Arbeit, der sie nachgehen.

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01/19 

Zu den vielen Heimlichkeiten, die sie zu erzählen hatten, gehörten viele Redewendungen, die heute noch Verwendung finden, So erfuhren wir, woher der Satz kommt „Den Löffel abgeben“ und auch was es heisst „Geld aus den Ärmel schütteln“. Parallel erfuhren wir aber auch viel über die Stadt Gelnhausen und seine Position im Jahr 1260. Bei dem Rundgang sahen wir verschiedene heimliche Ecken von Gelnhausen und ihre Bedeutung und erfuhren etwas über die damals in Gelnhausen herrschenden Zünfte und über ihre Ehrenhaftigkeit.  Es wurde uns ein Einblick in das Leben der armen Leute gegeben und wie sie sich über Wasser hielten und wir erlebten wie sich zur damaligen Zeit die armen Leute ihre Redlichkeit durch Wortspielereien erhielten.

Bei unserer Wanderung durch Gassen und Gässchen in Gelnhausen hatte sich zwischenzeitlich das Wetter auch gebesssert und wir erreichten unseren Ausgangspunkt, den Obermarkt, bei strahlendem Sonnenschein.

Nach 2 Stunden Interessanten und Wissenswerten aus der Zeit des tiefsten Mittelalter waren wir wieder in unserer Zeit angekommen. Dafür, dass wir alle unseren Wissenshunger mit den Neuigkeiten aus der alten Zeit gestillt hatten, konnten wir uns in einem alten Gemäuer in der Altstadt Gelnhausen unseren menschlichen Hunger stillen. So sassen wir zum Abschluss der Führung noch bei einem kleinen Schmaus zusammen und konnten das Erlebte noch einmal in Gesprächen an uns vorbei ziehen lassen.

Damit fand ein erlebnisreicher Mittag an diesem 1. Mai sein Ende. Alle konnten sich mit ein paar neuen Erfahrungen auf den Heimweg begeben.

 

 

Arnold Pitsch

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