| 1. Mai-Wanderung rund um Burg Brandenstein des Main-Kinzig-Kreis |
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In der nördlichsten Ecke des Main-Kinzig-Kreises trafen sich vor der Burg Brandenstein 33 Guttempler aus den Gemeinschaften des Kreises. Diesmal wollten wir eine alte Raubritterburg besichtigen, die eine lange und wechselvolle Geschichte hat. Die Stimmung war toll, einzig das Wetter hatte an diesem Tag ein tränendes Auge. Die Anfänge der mittelalterlichen Burganlage liegen - wie so oft - im Dunkeln. Wahrscheinlich wurde der schon vom Elmer Weidevieh der Elmer Bauern entwaldete Burgberg zwischen Anfang des 12. bis Mitte des 13. Jahrhunderts mit der kleinen Burganlage besetzt. Der kahle Bergsporn aus Muschelkalk bot einen guten Ausblick bis über das Kinzigtal, sogar der Bergfried von Steinau war zu sehen. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten öfters die Burgherren. Da die Burg an dem alten Handelswegen lag, wurde hier unter Mangold von Eberstein um 1500 Nürnberger Kaufleute festgesetzt und gegen eine Lösegeldzahlung wieder freigelassen. Die Burg ist daraufhin von Graf Georg von Wertheim belagert worden und teilweise zerstört worden. Die Schwester Mangold II. von Eberstein war die Mutter des Ritters und Humanisten Ulrich von Huttens, der auf der Steckelsburg 1488 geboren wurde. Im 16.Jahrhundert ist die Burg durch die Hanauer Reichsgrafen wieder aufgebaut worden und nach verschiedenen Besitzern kam sie 1895 in den Besitz der Familie Brandenstein-Zeppelin. Auch heute leben Nachfahren dieser Familie auf der Burg. Mathilde von Brandesteins Vater war Anfang des 19. Jahrhunderts ein Japanforscher und seine Sammlerstücke sind heute noch auf der Burg zu besichtigen. Die Geschichte der Burg Brandenstein ist lang. Dies alles liessen sich die Guttempler vom Burgvogt ausführlich erzählen und bei einer Besichtigung auch zeigen. Bei einer Umrundung des Burgbergs wurden die Produkte der gezeigt. Es wird auf der südlichen Seite der Burg der Apfel für die Herstellung von naturtrüben Apfelsaft angebaut. Anschliessend konnten sich alle von den vielen Informationen über die Geschichte der Burg bei einer Brotzeit im Burghof erholen. Dabei wurde viel über das Gehörte gesprochen und natürlich wurden auch Gespräche unter den Gemeinschaften geführt und alle brachten sich auf den neuesten Stand. KBA Main-Kinzig-Kreis Arnold Pitsch |
| Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 01. Mai 2010 um 20:22 Uhr |
