| Melibokus fährt nach Holland –Bildungsreise 2010 |
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In diesem Jahr waren Amsterdam und Umgebung Ziel für unsere jährliche Bildungsreise über das Fronleichnam- Wochenende.
Gegen Nachmittag erreichten wir dann schon unser Quartier, eine weiträumige Hotelanlage mitten im Veluwe- Nationalpark ca. 60 km südöstlich von Amsterdam gelegen. An den Unterkünften, den Abendessen und dem reichhaltigen Frühstücksbuffet gab es nichts auszusetzen. Am nächsten Tag stand dann der Käsemarkt in Alkmaar im Mittelpunkt. Da dieser nur einmal im Monat am jeweils ersten Freitag stattfindet, durfte man sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen. Auf der Hinfahrt war insbesondere die Fahrt über einen kilometerweiten Damm quer über das Ijsselmeer eindrucksvoll. In Alkmaar herrschte erwartungsgemäß großer Trubel, so dass sich jeder auf eigene Faust durchkämpfte. Auch der Bus musste sich unterdessen einen anderen Haltepunkt suchen, trotz allem fanden sich später alle zur verabredeten Zeit wieder zusammen. Da es von Alkmaar aus gar nicht mehr weit bis zur Nordsee ist, machten wir gleich noch einen außerplanmäßigen Abstecher an die Küste und zwar nach „Egmond am See“. Das war auch für unsere Busfahrerin unbekanntes Gebiet und es bestand dort immer die Gefahr, sich mit unserem etwas zu großen Bus mit fast 14m Länge, in den engen Sträßchen festzufahren. Von den Dünen aus konnte man ganz hinten am Horizont die Windräder eines erst vor kurzem in Betrieb gegangenen Offshore- Windparks sehen. Danach ging es wieder zurück nach Volendam am Ijsselmeer, von wo aus wir mit dem Boot nach Marken übersetzten, einem beliebten Ausflugsziel um ein traditionelles holländisches Fischerdorf zu zeigen. Als wir dann abends wieder die Rückfahrt zu unserer Unterkunft antraten, waren viele von uns doch an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit angelangt. Jemand machte dann die passende Bemerkung „ schließlich sind wir nicht zum Urlaub hier“ und mit diesem Motto konnte man sich für den Rest der Reise gut arrangieren. Am nächsten Tag waren die Anstrengungen des Vortags schon wieder vergessen und wir fuhren endlich nach Amsterdam. Dort stieg eine Stadtführerin zu, und wir bekamen bei der Fahrt durch die Stadt erst einmal einen groben Überblick über die Sehenswürdigkeiten und die Geschichte. Anschließend ging die Führung zu Fuß weiter und wir konnten auch in die kleineren Sträßchen und öffentliche Gebäude und Kirchen hineingehen und über den Blumenmarkt schlendern. Doch damit nicht genug, eine Amsterdam- Führung wäre nicht vollständig eine Grachtenfahrt, die sich dann noch anschloss. Jetzt hatten wir das nötige Rüstzeug erworben um Amsterdam anschließend noch auf eigene Faust zu erkunden. Erst spät am Nachmittag war dann wieder der Treffpunkt am Bus vereinbart und es waren alle rechtzeitig und vor allem wohlbehalten wieder zurück. Das war sehr verwunderlich, und zwar nicht etwa wegen der zahlreichen Coffee- Shops in der Altstadt, sondern weil in dem überall sehr dichten und chaotischen Fahrradverkehr wie durch ein Wunder niemand verletzt wurde. Am Sonntag war dann schon wieder die Heimfahrt gekommen. Im Bergischen Land fuhren wir dann noch mal von der Autobahn runter und steuerten das Schloss Burg in der Nähe von Solingen an. Auch dort fand gerade ein Markt statt, aber das war diesmal nicht so schlimm, da Schloss Burg im Stil typischer rheinländischer Burgen im wesentlichen erst Ende des 19. Jahrhundert aufgebaut worden ist, und somit ohnehin nicht authentisch war. Bereits am späten Nachmittag waren wir dann wieder in Bickenbach angekommen und wir waren uns einig, dass dies wieder eine gelungene Bildungsreise war. Klaus Fay, Gemeinschaft Melibokus . |
| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 24. Juni 2010 um 19:26 Uhr |










